Patientenversorgungen

Hygieneschutz in ambulanten Versorgungen

2020-04-24T16:24:21+02:006.April.2020|covid19|

Die Corona-Pandemie stellt gegenwärtig nicht nur stationäre Pflegeeinrichtungen, sondern insbesondere auch ambulante Pflegedienste vor große Herausforderungen, damit diese die medizinisch und pflegerische Versorgung aufrechterhalten und insbesondere die versorgten Patienten und die in den Patientenversorgungen tätigen Pflegekräfte vor einer Infizierung mit dem Corona-Virus schützen können. Die Gefährdungen für einen Eintrag des Virus in die Versorgungen geht, nachdem für den öffentlichen Bereich länderübergreifende Kontaktsperren verhängt wurden, gegenwärtig von Personen aus, die aus dem nahen familiären Umfeld stammen. Auf der Grundlage der aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Institut zu Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal von Alten- und Pflegeeinrichtungen bei Personalmangel (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Personal_Pflege.html ) und Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal der kritischen Infrastruktur bei Personalmangel (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Personal_KritIs.html) haben wir eine Hygieneschutzbelehrung /Anweisung, sowie das hierzugehörige Kontaktpersonenformular gefertigt, welche wir zu Ihrer weiteren Ergänzung und Verwendung beifügen. Die Unterlagen sollten Sie in den häuslichen Versorgungen zur Sicherstellung der Versorgungen und zum Schutz Ihrer Patienten und Mitarbeiter verwenden. © 2020 M. Helbig  Rechtsanwalt Mit freundlicher Genehmigung von  MH Rechtsanwälte - Massener Str. 1 ∙ 59423 Unna

Intensivpflege

2020-04-24T16:27:46+02:006.April.2020|covid19|

In Verschärfung der bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus haben die einzelnen Bundesländer mit heutigem Tage verschärfte Anordnungen getroffen, die sich nur marginal voneinander unterscheiden. Für die von Ihnen unterhaltenen Patientenversorgungen im Bereich der Intensivpflege sollten Sie über die bereits angeordneten Maßnahmen hinaus sicherstellen, dass sowohl in sog. 1:1- als auch in Mehrfachversorgungen zwischen Ihren Mitarbeitern und Angehörigen der versorgten Patienten, soweit nicht zwingende pflegerische Gründe etwas Gegenteiliges erfordern, ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird. der Mindestabstand von 1,5 m auch von Familienangehörigen zum Patienten eingehalten wird, sofern nicht zwingend pflegerische Gründe der Einhaltung entgegenstehen. der Zugang zu stationären Einrichtungen und ambulanten Wohnformen (unabhängig von der rechtlichen Einordnung) grundsätzlich nur noch solchen Personen gewährt wird, die zur Sicherstellung der medizinisch-pflegerischen Versorgung zwingend notwendig sind. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige. Ausnahmen sind nur im Einzelfall zuzulassen, wobei die hygienischen Schutzvorschriften einzuhalten sind. Die Ordnungs- und Polizeibehörden wurden angewiesen, die Einhaltung der Maßnahmen zu kontrollieren und Zuwiderhandlungen zu verfolgen. Diese stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 25.000,00 € im Einzelfall geahndet werden können (§ 73 Abs. 1 a Nr. 6 und Abs. 2 IfSG). Bei Zuwiderhandlung gegen Anordnungen der Behörden, die im Übrigen der sofortigen Vollziehbarkeit unterliegen und mithin Rechtsmittel hiergegen zunächst keine aufschiebende Wirkung haben, drohen auch strafrechtliche Sanktionen. Insoweit regen wir an, sowohl Ihre Mitarbeiter, als auch Angehörige über die verschärften Anordnungen zu informieren und diese an die Einhaltung zu erinnern. Sollte es zu Verstößen, insbesondere durch Angehörige, kommen, durch

Mehrfachversorgung in ambulanten Wohnformen

2020-04-24T16:30:10+02:006.April.2020|covid19|

Aus gegebenem Anlass weisen wir Sie darauf hin, dass mehrfach Heimaufsichtsbehörden auch in der gegenwärtigen Corona-Krise bei Mehrfachversorgungen in ambulanten Wohnformen, unabhängig von der rechtlichen Einordnung derselben, den Nachweis dazu fordern, dass die Versorgung der Patienten zu jedem Zeitpunkt sach- und fachgerecht im Sinne und mit Einverständnis derselben erfolgt. Insbesondere dann, wenn Patientenzimmertüren offengehalten werden, werden gegenwärtig erhöhte Anforderungen an den Infektionsschutz gestellt. Ferner wird Augenmerk auf die Wahrung der Intimsphäre gerichtet. Bitten achten Sie daher darauf, dass in Ihrem Unternehmen, insbesondere dann, wenn das Geöffnet halten der Patientenzimmertüren notwendig ist, um auch außerhalb der Patientenzimmer andere Patienten und deren Vitalfunktionen zu überwachen, geeignete Dienstanweisungen zur Hygiene und Wahrung der Intimsphäre vorgehalten werden. Und im Übrigen sichergestellt ist, dass notwendige Türöffnungen auch erhalten bleiben. Ferner muss zu jeder Zeit sichergestellt sein, dass notwendige akustische Alarmsysteme, die bei Mehrfachversorgungen von Patienten notwendig sind, jederzeit und an jedem Ort in den Wohnräumlichkeiten von den Pflegefachkräften wahrnehmbar sind. Je mehr Patientenversorgungen einer Pflegefachkraft übertragen werden, desto höhere Anforderungen werden von den Behörden gegenwärtig gestellt. Zumal diese im Gegenzug auch nach Ministerialerlassen zur Absenkung von personellen Anforderungen ermächtigt sind. Auch hierzu bitten wir Sie entsprechende Dienstanweisungen und Regelungen in Ihrem Unternehmen vorzuhalten und diese den Mitarbeitern zur Kenntnis und verpflichtenden Ausführung zu geben. Den Entwurf einer ggfs. von Ihnen zu ergänzenden Dienstanweisung fügen wir in der Anlage bei. © 2020  Björn Markink Rechtsanwalt Mit freundlicher Genehmigung von  MH Rechtsanwälte - Massener Str. 1 ∙ 59423 Unna Dienstanweisung